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Rutesheim im Bevölkerungsschutz

Das  Deutsche Rote Kreuz hat dem Schutz der Bürger bei Großschadensereignissen und Katastrophen schon immer grosse Bedeutung beigemessen.
Dieses Aufgabenfeld in dem sie seit Jahrzehnten mitwirkt, stellt auch bei der DRK Bereitschaft Rutesheim einen Schwerpunkt in der Arbeit und in der Ausstattung dar,.


Für den Bevölkerungsschutz im Landkreis stellt Rutesheim im Rahmen der multifunktionallen DRK Einsatzeinheiten zwei Verpflegungsmodule. Zur Erfüllung der Aufgabe sind dazu von Bund und Land Fahrzeuge mit Feldküchen zugewiesen.
Weiteres, mit Finanzmitteln des Ortsvereines beschaffte Material vervollständigt den notwendigen Ausstattungspool der Küchencrew.

Einsatzeinheit

Die DRK Einsatzeinheit Baden-Württemberg 

Da der Rettungsdienst prinzipiell für den individuellen Notfall ausgestattet ist, reicht die Ausstattung eines RTW oder KTW in der Regel nur für die Versorgung eines Notfallpatienten aus. Insbesondere mangelt es bei einem Massenanfall von Verletzten an Material, wie Tragen, Decken, Infusionen, Medikamenten, Ruhigstellungsmaterial und Sauerstoff. Außerdem verfügt der Rettungsdienst über keinerlei Möglichkeiten, bei schlechter Witterung z.B. einen überdachten Verbandplatz (Zelt) oder bei Dunkelheit Beleuchtung zu schaffen. Die Einsatzeinheit schließt diese Versorgungslücke.
 
Zusammenarbeit innerhalb der Einsatzeinheit
Die Helferinnen und Helfer der Sanitäts- und der Betreuungsgruppe unterstützen sich gegenseitig. Dadurch können die Versorgungskapazitäten erhöht werden.
Die Gruppe Technik und Sicherheit gewährleistet die bedarfsgerechte Unterstützung der anderen Gruppen, so dass - auch bei widrigen äußeren Bedingungen - durch den Aufbau von Zelten und durch die Einrichtung von Beleuchtung und Heizung die Versorgungsmöglichkeiten an der Einsatzstelle entscheidend verbessert werden können.
Bei besonderen Schadenslagen müssen ggf. vorübergehend spezielle Trupps gebildet werden. Beispielsweise wird bei chemischen oder radiologischen Gefahren und zur Personendekontamination ein Trupp aus den Gefahrschutzhelfern der Teileinheiten gebildet.

 

Die Komponenten der DRK-Einsatzeinheit

 

 

1. Führungstrupp

Der Führungstrupp (Zugtrupp) führt die DRK-Einsatzeinheit sowohl bei Sanitäts-, als auch bei Betreuungseinsätzen. Dem Führungstrupp gehören neben dem Zugführer (ZF) und seinem Stellvertreter (stv. ZF) ein Arzt und ein Führungshelfer für den Bereich der Kommunikation (Sprechfunk usw.) an. Zugführer und stellvertretender Zugführer sollten unterschiedliche Fachdienstausbildung haben (z.B. Zugführer Betreuungsdienst, stv. Zugführer Sanitätsdienst).

Aufgaben
Der Führungstrupp
• stellt die Kommunikation und Kooperation mit der übergeordneten Führungsstelle und benachbarten Einheiten sicher, nimmt Einsatzaufträge entgegen und informiert über Lageentwicklung und Einsatzabwicklung
• nimmt die Feststellung und Beurteilung der Lage im Einsatzbereich der Einsatzeinheit vor
• regelt den sanitäts- und betreuungsdienstlichen Einsatz unter Beratung der Fach- und Führungskräfte
• erteilt Aufträge an die Gruppen der Einsatzeinheit und kontrolliert die Durchführung
• trägt Sorge für die Sicherheit im Einsatz mit Unterstützung der Fach- und Führungskräfte
• trägt Sorge für die Verstärkung, Ergänzung und Ablösung der Einsatzeinheit bzw. von Teileinheiten

 

 

2. Sanitätsgruppe

Aufgrund der notfallmedizinischen Entwicklung des Rettungsdienstes hat sich die Aufgabenstellung des Sanitätsdienstes in den vergangenen Jahren geändert.
Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage - entsprechend den festgelegten Alarmierungs- und Einsatzvorgaben - alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel, ggf. Rettungsmittel benachbarter Rettungswachen, rettungsdienstlichen Schnelleinsatzgruppen und den Luftrettungsdienst alarmieren und einsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die primäre Versorgung von Verletzten durch rettungsdienstliches Personal begonnen wird. Ein "Leitender Notarzt" (LNA) hat die medizinische Einsatzleitung und bestimmt mit dem organisatorischen Leiter (OrgL) den Einsatz der Rettungsmittel. Damit kommt der Sanitätsgruppe im wesentlichen eine verstärkende und ergänzende Funktion zu.

Aufgaben
Die Sanitätsgruppe
• führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal - soweit notwendig - bei der Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit)
• schafft - je nach Notwendigkeit - die erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Verbandplatzes
• sucht ggf. Verletzte und führt deren Erstversorgung durch
• übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Verbandplatz
• versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Abtransport in die Klinik
• versorgt die leicht verletzten Betroffenen und sorgt so für eine Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser
• übernimmt die medizinische Versorgung kontaminierter Verletzter und führt die behelfsmäßige Dekontamination durch
• nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut ggf. bis zur Übergabe an die Betreuungsgruppe
• sorgt für die Registrierung und Dokumentation

Sanitätslage
Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen, der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:
• 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
• 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
• 12 leichtverletzte Personen (keine  Behandlungs- und Transportpriorität).
Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit zunächst sanitätsdienstlich tätig

 

 

 

3. Betreuungsgruppe

Diese besteht aus:

Soziale Betreuung

Unterkunft

Verpflegung

Schadensereignisse lassen sich aufgrund Ihrer Komplexität sehr selten nur einem Fachdienst zuordnen. Fast immer sind die Menschen individuell unterschiedlich von einem Unglücksfall betroffen. Nicht alle Betroffenen sind verletzt und werden daher auch nicht vom Rettungsdienst und Sanitätsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Das Deutsche Rote Kreuz wird zukünftig auch die Betreuungsgruppe zeitnah in die Hilfeleistung bei allen Schadensereignissen einbeziehen. Die Betreuungsgruppe soll spätestens eine Stunde nach Eintritt eines Schadensereignisses an der Einsatzstelle eintreffen.

Aufgaben
Die Betreuungsgruppe
• leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht selbst helfen können.
• betreut und versorgt hilfebedürftige Menschen mit lebensnotwendigen Versorgungsgütern
• sorgt für Verpflegung und vorläufige, vorübergehende Unterbringung von Betroffenen
• sichert die sozialen Belange der Betroffenen
Betreuungslage
Die Betreuungsgruppe ist so ausgelegt, dass durch sie allein ca. 100 betreuungsbedürftige Personen versorgt und betreut werden können.
Sind aufgrund des Schadensereignisses und der Situation an der Einsatzstelle überwiegend Betreuungsaufgaben zu erfüllen, werden diese von der gesamten Einsatzeinheit durchgeführt. Die gesamte Einsatzeinheit kann bis zu 500 Personen, je nach notwendiger Betreuungsintensität, unterbringen, verpflegen und sozial betreuen

 

4. Gruppe Technik und Sicherheit

Zu den Aufgaben des Technischen Dienstes der Bereitschaft Rutesheim
gehören Betrieb der Trinkwasser-Aufbereitungsanlage, Sicherstellung
der Stromversorgung im Einsatzfall mittels Notstromaggregaten, der Brenner an den Feldkochherden, sowie der Aufbau von Zelten aller Größen.

Selbstverständlich gehört auch die Pflege und Wartung dieser
umfangreichen Ausstattung dazu.